Am Dienstag hat Google Version 86, genauer 86.0.4240.75, seines Browsers Chrome final für Windows, macOS und Linux veröffentlicht: chromereleases.googleblog.com. Das Update schließt zum einen 35 Sicherheitslücken, zum anderen bringt es unter anderem folgende Neuerungen und Änderungen:

  • Um die URL einer Websites vollständig sehen zu können, muss man nun im jeweiligen Tab in die Adresszeile klicken. Vorher wird weiterhin nur die von Google gekürzte Adresse angezeigt.
  • Chrome blockiert den Download von Executables (z.B. .exe), Archiven (z.B. .zip) und Disk-Images (z.B. .iso), sofern diese auf HTTPS-Websites via HTTP heruntergeladen werden sollen, und warnt in diesem Fall bei allen anderen Dateitypen - Bild-, Audio-, Video- und Textdateien ausgenommen. Mehr dazu: servaholics.de.
  • Unterstützung für ".well-known/change-password"-URLs - einer einheitlichen URL für Websites zum Umleiten auf die Unterseite zum Ändern des eigenen Passworts (mehr: w3c.github.io)
  • Die Unterstützung für FTP wird ab sofort nach und nach eingestellt - mit Chrome 88 soll sie vollständig deaktiviert sein.
  • Unterstützung für den CSS-Selector :focus-visible zum Anpassen des Fokus-Indikators
  • Die File System Access API (früher Native File System API) zum Lesen und Schreiben von Dateien ist nun als "stabil" eingestuft.
  • Tests mit neuen APIs: WebHID API zum Verwenden von Geräten wie Gamepads, Controller, Sensoren und LEDs sowie Multi-Screen Window Placement API zum Verwenden mehrerer Bildschirme
  • Hinweis: Die geplante Warnung vor Formularen, die auf HTTPS-Seiten eingebunden sind, die die eingegebenen Inhalte aber auf HTTP-Seiten übertragen ("mixed form warnings", wurde auf Chrome 87 verschoben.

Eine Übersicht über alle Änderungen findet man unter developers.google.com, blog.chromium.org, developers.google.com, developers.google.com und chromestatus.com.

Zusätzlich prüfen die Chrome-Apps für Android und iOS nun analog zu den Desktop-Anwendungen die gespeicherten Passwörter seiner Nutzer darauf, ob diese kompromittiert sein könnten. Android-Nutzer erhalten zudem die "Enhanced Safe Browsing"-Funktion, iOS-Nutzer die Möglichkeit, Passwörter automatisch in Login-Felder eingeben zu lassen, sofern sie sich via Face ID, Touch ID oder Passcode authentifiziert haben: security.googleblog.com.

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