Kurz nach der Entwicklungskonferenz Google I/O 2013 hat nun auch Facebook seine offizielle App für die Datenbrille Google Glass vorgestellt. Damit soll das unkomplizierte Hochladen von Bild- und Videoaufnahmen und einer dazugehörigen Kurzbeschreibung auf der sozialen Plattform ermöglicht werden. 

Entwickler schwärmen vom Potenzial der Google-Brille

Nicht nur Facebook-Gründer und Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg zeigte sich begeistert vom Potenzial der Technologie, auch nach Einschätzungen von Entwicklern wird die digitale Welt durch die Datenbrille nachhaltig verändert werden. Die App wurde so konzipiert, dass der Austausch von Bildern und Informationen so bequem und unkompliziert wie möglich vonstatten geht. Nach Verknüpfung von Google Glass und Facebook-Account können beispielsweise die erstellten Fotos binnen Sekunden auf das soziale Netzwerk geladen und auf der Pinnwand des Nutzers betrachtet werden. Ein Vorschaubild (Thumbnail) zeigt Schnappschüsse an, dazu wird der Vermerk "geteilt mit Google Glass" eingeblendet. Klickt ein Nutzer auf das Vorschaubild, wird eine vergrößerte Ansicht dargestellt.

Hintergrundwissen: Alle wichtigen Informationen zu Google Glass

Google präsentierte die Datenbrille Google Glass erstmals im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O am 28. Juni 2012, der Marktstart ist für Ende 2013 oder Anfang 2014 angesetzt. Entwickler sollen den Prototypen Google Glass Explorer Editionen für rund 1.500 US-Dollar (zirka 1.140 Euro) vorbestellen können. Noch ist unbekannt, wie teuer die Google Glass für Verbraucher wird. Zunächst ist die Brille nur für Software-Entwickler sowie erste Test-Nutzer in den USA erhätlich.

Im Prinzip ist die Google Glass ein Mini-Computer, der auf einem Brillenrahmen montiert ist. Ein HUD ("Head-Up-Display") zeigt wichtige Informationen im Sichtfeld des Trägers an, die dank entsprechender Drahtlos-Schnittstellen aus dem Internet bezogen werden. Um eine ungefährliche Nutzung zu garantieren, deckt das HUD nur einen kleinen Teil des Sichtfelds ab, welches durch das menschliche Auge erfasst wird. Ebenfalls im Fokus stehen Augmented Reality-Elemente - hier handelt es sich um eine computergestützte Realitätswahrnehmung in Echtzeit, wie sie von Smartphones und Tablet-PCs bekannt ist. Gesteuert wird die Datenbrille mit Hilfe von unauffälligen Kopfbewegungen, Spracherkennung oder einem integrierten Touchpad.

Leistung orientiert sich an Mittelklasse-Smartphones

Technisch gesehen setzt sich das Gerät aus einem Prozessor, Arbeitsspeicher, einem Mikrofon, speziellen Lautsprechern (Knochenleitungslautsprecher), Bluetooth- und Wireless LAN-Antennen, einem Gyroskop, einem Beschleunigungssensor und einem Akku zusammen. Natürlich wird als mobiles Betriebssystem Android verwendet. Konkrete Leistungsdaten wurden noch nicht durch Google bestätigt, spekuliert wird aktuell über einen Dualcore-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1 GHz pro Kern, 256 MB RAM und acht Gigabyte Flash-Speicher. Die Google Glass-Einheit selbst wird wahrscheinlich abnehmbar sein, um sie an kompatiblen Rahmen unterschiedlicher Brillenarten anbringen zu können.

Einschätzung: Können die hohen Erwartungen erfüllt werden?

Es wird interessant zu beobachten sein, wie teuer Google Glass zum Verkaufsstart sein wird, welche Hard- und Software tatsächlich verbaut wird und welche Möglichkeiten unterstützt werden. Das bereits präsentierte Konzept wirkt jedenfalls äußerst interessant und vielversprechend. Es bleibt abzuwarten, ob das Gerät die teils hohen Erwartungen erfüllen werden kann und wie Verbraucher das Produkt annehmen werden. Kritik gibt es seitens der Datenschützer, die Bedenken äußern, da beispielsweise Foto- und Videoaufnahmen nahezu unbemerkt erstellt werden können. Auch die allgemeinen Datenschutzbedingungen seien demnach recht kritisch zu betrachten.

Berichtquelle: http://www.kompaktkameratest.de

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