(zuletzt bearbeitet )

Bisher sind nur recht wenige Hersteller auf die Produktion und den Vertrieb von 3D-Druckern spezialisiert, trotzdem ist das Potenzial der noch jungen Technologie nicht von der Hand zu weisen. Während 3D-Drucker zur gewerblichen Nutzung von ungefähr einem Dutzend Hersteller angeboten werden, werden Lösungen für den Hausgebrauch zunehmend durch Crowdfunding-Plattformen finanziert - schon für unter 3.000 US-Dollar gibt es Geräte, die durch gute Resultate überzeugen können. Was die Technologie heute leistet, was in Zukunft möglich sein wird und welchen Einfluss 3D-Drucker auf die Wirtschaft haben werden, soll in diesem Artikel erläutert werden.

Möglichkeiten heute: Lösungen bei privater und gewerblicher Nutzung

3D-Drucker zur gewerblichen Nutzung sind schon jetzt in der Lage, vollständige Objekte in hoher Qualität zu produzieren. Typische Anwendungsbeispiele sind hier Modelle und Prototypen in der Architektur oder in der Automobilbranche, auch in der Produktion können Klein- und Ersatzteile hergestellt werden. In der Medizin kann ein 3D-Drucker eingesetzt werden, vorteilhaft sind hier die Präzision der 3D-Drucker und die Vielseitigkeit der einsetzbaren Materialien.

Auch zur privaten Nutzung gibt es einige 3D-Drucker, die bereits im Handel erhältlich sind. Dabei bewegt sich der Kaufpreis von Einstiegsmodellen in der Regel unter 3.000 US-Dollar. Bekannte Modelle sind etwa der B9Creator 1.1 (b9creator.com) und der Form1, die über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert wurden. Hier investiert die Community Geldbeträge, bis ein Projekt realisiert werden kann. Der B9Creator 1.1 kostet als Kit 2.020 Euro, für das bereits vormontierte und geprüfte Gerät sind 2.900 Euro fällig. Der Form1 kostet 3.000 US-Dollar, weitere 78 US-Dollar kostet der Versand. Beide Modelle sind laut Hersteller innerhalb eines Tages – ein wenig technischer Sachverstand vorausgesetzt - betriebsbereit. Getreu dem Motto "Do it yourself" können dann auch zu Hause Objekte hergestellt werden, typische Beispiele sind Dekorationselemente, Schmuck, Modelle oder Klein- und Ersatzteile. Voraussetzung für den 3D-Druck ist immer ein digitaler Bauplan, der die zur Produktion benötigten Informationen an das Gerät liefert. Außerdem ist der passende Werkstoff nötig, etwa Kunststoff, Gips, Metall oder Keramik.

Ein Blick in die Zukunft: Wie hoch ist das Potenzial von 3D-Druckern?

Schon heute sind 3D-Drucker in der Lage, Erstaunliches zu leisten. Geräte zur privaten Nutzung sind allerdings aufgrund der kompakten Bauweise beschränkt und für viele Nutzer noch immer nicht bezahlbar. Es müssten schon eine Menge Objekte gefertigt werden, um einen Kaufpreis von rund 3.000 Euro zu rechtfertigen. Für große Unternehmen mit hoher Produktionsauslastung sind 3D-Drucker keine Alternative, die dort eingesetzten Maschinen waren teuer in der Anschaffung, sind außerdem leistungsfähiger und hochspezialisiert - hier würde ein Umstieg nicht lohnen. Für Prototypen allerdings scheinen die Drucker geeignet, sind sie doch eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit, neue Ideen umzusetzen. Für kleine und mittelständische Unternehmen sind 3D-Drucker allerdings hochinteressant, hier könnte schon heute die Produktion von Kleinserien oder bestimmten Komponenten umgestellt werden. Auch in der Medizin könnten 3D-Drucker heute schon eingesetzt werden, ebenso bei Architekten, die mit hochauflösenden 3D-Druckern einen Ausblick auf Projekte gewähren könnten. Insgesamt ist festzustellen, dass 3D-Drucker schon heute Einfluss auf die Wirtschaft haben, mit zunehmender Verbreitung ist damit zu rechnen, dass Wirtschaftszweige Veränderungen durchlaufen werden, die vor allem die Produktionsabläufe und Lieferketten maßgeblich beeinflussen.

Fazit

Schon heute können 3D-Drucker in der Industrie eingesetzt werden, etwa bei der Produktion von Prototypen oder Kleinserien. Die noch junge Technologie wird die Wirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit prägen, schließlich werden Produktionsabläufe und Lieferketten einer Veränderung unterliegen. Für die private Nutzung sind die Geräte noch zu teuer, in Zukunft wird der Kaufpreis für entsprechende Geräte aber weiter sinken. Die hohe Flexibilität in puncto Form und Werkstoffe wird 3D-Drucker zu einer attraktiven Möglichkeit machen, in der Industrie oder privat Objekte aller Art herzustellen. Wer die Anschaffung eines All-in-one Druckers in Erwägung zieht, der findet mehr Informationen im aktuellen Multifunktionsdrucker Test 2013.

Über den Autor:

Jetzt bist du dran: Was denkst du?

Bitte beachte: Auch wenn das Angeben einer E-Mail-Adresse optional ist, so bist du doch nicht vollständig anonym, denn u.a. deine IP-Adresse wird mit dem Absenden dieses Formulars gespeichert.



Tastenkürzel


Überall

j: Älterer Artikel

k: Neuerer Artikel

s: Suchen

h: Hilfe


Auf Artikel-Seiten

t: Auf Twitter posten

f: Auf Facebook posten

g: Auf Google+ posten