Nachdem Sänger Psy den Gangam Style um die Welt schickte ist nun ein zweites südkoreanisches Musikvideo mit dem Titel "Les Militaribles" zum weltweiten YouTube-Hit geworden: youtube.com. Dieses Video wurde allerdings nicht von einem professionellen Sänger aufgenommen, sondern von Soldaten in der Südkoreanischen Air Force.

In dem 13-minütigen Video haben die Soldaten Lieder aus dem Broadway Musical "Les Miserables" übernommen und einen koreanischen Text passend zur Melodie und dem Rhythmus geschrieben. Die Hauptfigur in dieser Adaptation ist ein junger Soldat, der zusammen mit seinen Kameraden zum Schnee schaufeln eingesetzt wird. Der Soldat wird von seiner Freundin besucht, die trotz des Schneesturms den langen Weg zur Kaserne auf sich genommen hat. Doch um von seinem Einsatz zur Kaserne zu gelangen, braucht der Soldat 50 Minuten - mit nur einer Stunde Mittagspause.

Er versucht vergebens seinen strengen Vorgesetzten zu überreden, ihm eine längere Pause zu erlauben. Als dieser ablehnt, rennt der Soldat trotzdem zur Kaserne zurück um seine wartende Freundin zu empfangen. Diese ist allerdings enttäuscht, dass er nur 10 Minuten bleiben kann und beendet die Beziehung.

Dass das Video in Südkorea so schnell beliebt geworden ist, ist kein Wunder: Um im Notfall gegen einen Angriff aus Nordkorea vorbereitet zu sein, müssen alle jungen Männer nach dem Abitur zwei Jahre Wehrdienst leisten (Schnee schaufeln ist dabei auch keine ungewöhnliche Aufgabe). Das Video zelebriert also die Opfer, die die jungen Soldaten über zwei Jahre erbringen müssen.

Aber warum ist das Video auch außerhalb Südkoreas so beliebt? Immerhin ist es erst seit Anfang Februar auf YouTube und wurde schon über vier Millionen Mal angeklickt. Die Antwort ist ganz einfach: Die jungen Herren und die Dame, die die Freundin spielt, singen extrem gut. Die Südkoreaner sind allgemein ein musikalisches Volk und in diesem Video kommt das deutlich zum Ausdruck. Außerdem haben die Texte englische Untertitel, so dass wir auch verstehen können, worum es gerade geht. Hier kann ich nur empfehlen: Kopfhörer einstecken und anschauen!

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